«Der Zweck jeder einzelnen Stiftung bestimmt, was mit den Vermögenserträgen unterstützt werden darf.»
Urs W. Studer, Präsident der Gemeinnützigen Gesellschaft der Stadt Luzern
Dr. Rudolf Schuler-Stiftung
Dr. Rudolf Schuler, Dr. med. und Sohn eines Glaner Spinnerei und Baumwolldruckerei Industriellen verstarb 1927 in Luzern. Bereits fünf Jahre früher hatte er testamentarisch verfügt, dass 10 Prozent seines gesamten Nachlasses, was 340’000 Franken ausmachte, an die Gemeinnützige Gesellschaft der Stadt Luzern vermacht. Die Erträge aus dem Kapital dienen zu wohltätigen und humanitären Zwecke in der Stadt und im Kanton Luzern. «Das Stiftungskapital darf nicht angegriffen werden», so steht es wörtlich in der Stiftungsurkunde. Heute (Stand 2025) beträgt das Kapital rund 2.22 Millionen Franken.
- Präsident: Urs W. Studer
- Vizepräsident: Toni Göpfert
- Aktuar/Kassier: Hanspeter Gisler
Hugo und Annie Grün-Stiftung
Hugo und Annie Grün-Stiftung. Die Eheleute Grün-Cox bestimmen in ihrem öffentlichen beurkundeten Testament 1930, dass sie eine Stiftung unter dem Dach der Gemeinnützigen Gesellschaft der Stadt Luzern in Leben rufen wollen, die ausschliesslich zur Unterstützung von bedürftigen, in der Stadt Luzern niedergelassenen alter Leute beiderlei Geschlechts dienen soll. Wie hoch sich der Nettonachlass 1934 bezifferte, lässt sich nicht mehr eruieren. Der Wert des Vermögens betrug Ende 1960 rund 211’000 Franken. Heute bzw. auf Ende 2025 (64 Jahre später) beträgt es rund 2.96 Millionen Franken.
- Präsident: Urs W. Studer
- Vizepräsident: Toni Göpfert
- Aktuar/Kassier: Hanspeter Gisler
Max und Elisabeth Grumbacher-Stiftung
Die Stiftung wurde 1952 von Max Grumbacher unter dem Dach der GGL gegründet. Seine Gattin Elisabeth war bereits zwei Jahre vor ihrem Ehemann verstorben. Die Eheleute Grumbacher fanden als Flüchtlinge aus Nazi-Deutschland in Luzern Asyl. Sie wollten mit der Stiftungsgründung gegenüber Luzern und der Schweiz ihre Dankbarkeit ausdrücken. Die Erträge sind für wohltätige Zwecke, zur Unterstützung von hilfsbedürftigen Personen ohne Rücksicht auf deren Staatsangehörigkeit zu Gute kommen und darüber hinaus der Förderung gemeinnütziger oder kultureller Bestrebungen in der Stadt Luzern dienen. Das Vermögen betrug 1960 gerundet 100’600 Franken. Bis heute (Stand 2025) ist es wertmässig auf 1.42 Millionen Franken angewachsen.
- Präsident: Urs W. Studer
- Vizepräsidentin: Fabienne Grumbacher
- Aktuar/Kassier: Hanspeter Gisler
- Mitglied: Toni Göpfert
Barbara-Stiftung
Die Barbara Stiftung, die seit 1947 als Familienstiftung bestand, wurde 1954 in eine öffentliche Stiftung mit Sitz in Luzern unter dem Dach der GGL umgewandelt. Ihr Stiftungszweck deckt sich am besten mit dem Vereinszweck der GGL, indem er bestimmt, dass in Not geratene Personen in Stadt und Kanton Luzern ohne Rücksicht auf deren Nationalität oder Konfession sowie die gemeinnützigen gesellschaftlichen und kulturellen Bestrebungen Luzerns gefördert werden dürfen. Das damals gewidmete Vermögen bezifferte sich auf 350’000 Franken und ist zwischenzeitlich auf 1.45 Millionen Franken (Stand 2025) angewachsen.
- Präsident: Urs W. Studer
- Vizepräsident: Toni Göpfert
- Aktuar/Kassier: Hanspeter Gisler
Carl und Christine Trenzen-Stiftung
Die im April 1965 verstorbene Christine Trenzen liess zur Erinnerung an sie und ihren 10 Jahre früher ebenfalls in Luzern verstorbenen Ehegatten Dr. Carl Trenzen eine gemeinnützige Stiftung unter dem Patronat der GGL errichten, die dreiviertel des Vermögens (damals 1’070’000 Franken) der beiden kinderlosen Eheleute umfasste. Der Stiftungszweck ist so umschrieben, dass aus den Erträgnissen des Stiftungsvermögens Hilfsbedürftige und unverschuldet in Not geratenen Personen ohne Rücksicht auf deren Nationalität, Rasse, Konfession oder Geschlecht unterstützt werden dürfen. Auch bei dieser Stiftung ist der GGL die Verpflichtung überbunden, für den Grabunterhalt im Friedental zu sorgen. Die Stiftung enthält das Verbot der Beanspruchung des ursprünglich gewidmeten Stiftungskapitals. Per Ende 2025 ist das Kapital im Wesentlichen durch die Börsenentwicklung auf 17.78 Millionen Franken angewachsen.
- Präsident: Urs W. Studer
- Vizepräsident: Kathrin Amstutz
- Aktuar/Kassier: Hanspeter Gisler
Galliker-Birrer-Stiftung
Der Willensvollstrecker der verstorbenen Eheleute Jost und Frieda Galliker-Birrer liess 1991 eine Stiftung errichten, in die er das verbleibende Nettovermögen der Verstorbenen eingab. Als Stiftungszweck wurde die Zuwendung von Beiträgen an wohltätige oder gemeinnützige Institutionen in der damals noch selbständigen Gemeinde Littau oder im übrigen Kantonsgebiet bestimmt. Nach der Gemeindefusion mit Luzern wurde das Stiftungsstatut durch die Aufsichtsbehörde geändert und die Stiftung unter das Patronat der GGL gestellt. Auf diesen Zeitpunkt hin nahm der Sohn von Alois Ottiger (Willensvollstrecker und Stiftungsgründer) damals noch Gemeindeschreiber von Meggen in den Stiftungsrat Einsitz. Das im damaligen Zeitpunkt zur Hauptsache aus Baugenossenschaft-Anteilen bestehende Vermögen betrug gerundet 270’000 Franken.
- Präsident: Urs W. Studer
- Vizepräsident: Daniel Ottiger
- Aktuar/Kassier: Hanspeter Gisler
- Mitglied: Toni Göpfert
Johannes-Haaf-Stiftung
Die Stiftung ist die jüngste Institution unter dem Patronat der GGL. Ihr Kapital betrug zum Zeitpunkt, als wir sie 2022 übernehmen durften 1’340’000 Franken. Die Stiftung war bereits im März 2000 gegründet worden und stand zwei Jahre danach unter dem Präsidenten von Rechtsanwalt Pierre Peyer. Der Name der Stiftung bezieht sich auf einen Augustiner Pater, der während und unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg mittels eines Vereins in der Schweiz Geld gesammelt hatte, um in Deutschland der kriegsversehrten Bevölkerung zu helfen. Der seit 22 Jahren bestehende Stiftungszweck besteht in der Unterstützung sozialer, karitativer und gemeinnütziger Werke sowie die Hilfe in Notlage auch gegenüber Einzelpersonen. Damit passt er gut in unser Portefeuille. Heute (Stand 2025) beträgt das Kapital rund 1.38 Millionen Franken. [1]
- Präsident: Urs W. Studer
- Vizepräsident: Toni Göpfert
- Aktuar/Kassier: Hanspeter Gisler
[1] Weil der Zweck keine lokalen oder geografischen Einschränkungen in der Schweiz nennt, untersteht die Stiftung unter amtliche Kontrolle der Zentralschweizer BVG und Stiftungsaufsicht.
